Wochenprognose

Für Deutschland

Wochenpollenvorhersage Mareike

Mittwoch, 29. September 2021 - Dienstag, 05. Oktober 2021

Traubenkraut (Ambrosia)
Eine blühende Zeder (Cedrus) in der Berliner Oktobersonne (11.10.2020) © Matthias Werchan

Pollen und Sporen bekommen trotz zeitweiligen Sonnenscheins „Kalte Füße“.

In den vergangenen Tagen war wettertechnisch meist nicht viel los, September-Durchschnittskost könnte man sagen. Der Pollenflug blieb weitestgehend sporadisch, bestand zum größten Teil aus Pollen der Brennnesselgewächse, einigen Gräserpollen und etwas Ambrosiapollen in den Hotspotregionen. Im herbstlichen Pollenspektrum tauchten zudem hin und wieder Efeupollen, Pollen der Kreuzblütler (Senf) und ein paar Zedernpollen auf. Beim Sporenflug blieben die gemessenen Werte an fast allen Stationen auf niedrigem bis mittlerem Niveau stecken. Nur am vergangenen Donnerstag (23. September) überstiegen die Werte für Alternaria und Cladosporium an einigen Messstellen die Sporentyp-eigenen Warnschwellen.

Immer „stiller“ wird es nun beim Pollenflug und graduell auch beim Sporenflug der Schimmelpilze.

Möglicherweise halten sich in den kommenden Tagen besonders im Süden und in der Mitte bei teils spätsommerlichem und trockenem Wetter ein paar Pollen des Traubenkrauts (lat. Ambrosia) in der Luft auf und können schwache Belastungen hervorrufen. Mit „etwas Glück“ kribbelt also bei dem ein oder anderen Betroffenen nochmals etwas die Nase oder röten sich die Augen leicht. Für signifikante Ferntransporte aus den südlichen Nachbarländern fehlt es bereits an Masse bei den dortigen Pollenquellen, entsprechend käme auch bei Südwind kaum Pollen zu uns nach Deutschland geweht.

Ganz vereinzelt warten Pollen von Gräsern (Poaceae), Brennnesselgewächsen (Urticaceae), und Zypressengewächsen (Cupressaceae) auf vorbeikommende Passanten, Spaziergänger und Wanderer. Allergiereaktionen sind aber nicht mehr zu erwarten.

Bei den Bäumen haben die örtlich angepflanzten Zedern (z.B. der Atlaszeder, lat. Cedrus atlantica) noch einen Trumpf im Ärmel. Zedern blühen bei uns erst im beginnenden Herbst und können in ihrer Umgebung für nochmals reichlich Blütenstaub in der Luft sorgen. Da deren Pollen, wie die meisten anderen Pollen der Kieferngewächse (Pinaceae) auch, als allergologisch unbedenklich gelten, ist allerdings keine besondere Vorsicht von Nöten.

Weitere Pollentypen die zumindest theoretisch noch gelegentlich messbar sein können, stammen vom Ampfer (Rumex), Beifuß (Artemisia), Efeu (Hedera), Gänsefußgewächsen (Chenopodiaceae/Amaranthaceae), Heidekrautgewächsen (Ericaceae), Knöterichgewächsen (Polygonaceae), Korbblütlern (Asteraceae), vom „Gründünger“ Senf (Sinapis - Brassicaceae) und vom Wegerich (Plantago).
 
Der Flug von Schimmelpilzsporen endet noch nicht, ist allerdings von immer geringerer Relevanz für die Betroffenen. Die größten Chancen auf substanziellen Sporenflug bestehen in Zusammenhang mit der Maisernte an trockenen und bestenfalls sonnigen Tagen (vor allem von Donnerstag bis Sonntag, außer im feuchteren Nordwesten). Dann sind Allergiesymptome durch Sporen von Alternaria, Cladosporium oder Epicoccum regional möglich, ansonsten kann von weitestgehender Beschwerdefreiheit bezüglich Schimmelpilzsporen in der Außenluft ausgegangen werden. Im Herbst fliegen allerdings die sehr kleinen Basidiosporen der Ständerpilze (Basidiomycota) in großer Zahl durch die Gegend, die möglicherweise ebenfalls bei einigen Menschen allergieauslösend sind. Zur genauen Zahl von Basidiosporen in der Außenluft und zu möglichen Reizschwellen liegen keine Daten aus Deutschland vor.

Matthias Werchan, 29.09.2021

 

*** Wir danken der AstraZeneca GmbH und der GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG für das Sponsoring dieser Wochenpollenvorhersage. ***

 

Tägliche Pollenbelastungsvorhersagen der Gräser und der Ambrosia für Deutschland finden Sie hier.

Tägliche Pollenkonzentrationsvorhersagen der Gräser und der Ambrosia in der Luft in Europa finden Sie hier.

 

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