Aktuelle Wochenprognose des Pollenflugs für Deutschland

Wochenpollenvorhersage Lugus

Mittwoch, 06. Oktober 2021 - Dienstag, 12. Oktober 2021

Traubenkraut (Ambrosia)
Blühender Efeu (Hedera helix) mit tierischem Blütenbesucher am 03.10.2021 in Brandenburg © Barbora Werchan

In der Luft dominieren jetzt bunte Blätter statt gelber Pollen – die Pollenflugsaison 2021 ist vorbei.

Substanziell brachte der Pollenflug der vergangenen Tage nichts mehr auf die Waage. An einigen Stationen übernahmen die allergologisch harmlosen Pollen der Zedern mit zeitweilig messbarem Pollenflug die Pole-Position vor den anderen gelegentlich auftretenden Pollentypen. Namentlich waren das die Pollen der Gräser, der Ambrosia, des Beifußes, der Brennnesselgewächse, der Gänsefußgewächse, sowie hier und da Pollen anderer Kräuter, wie Efeu oder Ampfer. Alles in allem nichts neues und bereits aus den Vorwochen bekannt. Ein Allergierisiko ließ sich aus dem sporadischen Auftreten der genannten Pollentypen nicht mehr ableiten. Pilzsporen der Schimmelpilze waren insgesamt deutlich häufiger in der Luft als Pollen. Unter den zumindest in der Osthälfte Deutschlands spätsommerlichen Witterungsbedingungen des 3. Oktobers schwebte noch einmal einiges an Sporen durch die Luft, wodurch zeitweilige Allergiebeschwerden bei den Betroffenen möglich waren.

Mit dem prognostizierten Übergang zu vollherbstlichem Wetter gegen Ende dieser Vorhersageperiode sieht es dann endgültig schlecht für den Pollenflug aus.

Wenn überhaupt, dann besteht der Pollenflug aus allergologisch bedeutungslosen Zedernpollen (z.B. von der Atlaszeder, lat. Cedrus atlantica), die bei schönem Wetter noch eine Zeit lang aus den Zapfen dieser Kieferngewächse entweichen können. Kräuter- und Gräserpollen werden sich mit dem kühler werdenden Herbstwind kaum noch auftauchen, aber in den nächsten Tagen auch noch nicht völlig verschwinden. Eine allergologische Relevanz ist nicht mehr vorhanden.

Bei den Schimmelpilzsporen ist noch mehr Substanz da, allein schon deshalb, weil jetzt viel organisches Material abzubauen ist. Solange die Tagestemperaturen nicht dauerhaft in den einstelligen Bereich absinken und Nachtfröste oder ganztägiger Nebel die natürlichen Wachstumsprozesse verlangsamen und die Sporenfreisetzung auf nahe Null verringern, ist Sporen von Alternaria, Epicoccum und Cladosporium in wenigstens geringer Konzentration in der Außenluft nachweisbar.  Dieser dürfte anfangs (bei Sonnenschein) möglicherweise zu gelegentlicher und schwacher Symptomlast bei den Betroffenen führen. Ab November verabschieden sich dann auch die Sporen der Schimmelpilze ins winterliche Nirgendwo.

Der Sporenflug der Ständerpilze (Basidiomycota) kann jetzt im Oktober noch zunehmen. Die kleinen Basidiosporen entstammen den Lamellen oder Röhren der Hüte teils sehr bekannter Speisepilzarten, wie beispielsweise Steinpilz, Rotkappe und Co. Allergiereaktionen in der Außenluft sind zu dieser Jahreszeit möglicherweise auf diese Art von Sporen zurückzuführen. Zur Intensität des Sporenflugs der Ständerpilze liegen uns bisher keine Messdaten vor.

Mit dieser 37. Ausgabe des Jahres 2021 endet vorerst die regelmäßige Veröffentlichung unserer wöchentlichen Pollen- und Sporenflugvorhersage bis zu einem Wiedersehen im zeitigen Frühjahr. Wir möchten uns bei allen Leserinnen und Lesern sehr herzlich für die Treue und das viele positive Feedback bedanken! Wir werden dem Pollenflug auch im Jahr 2022 wieder „auf den Zahn fühlen“!

Bis dahin wünschen wir Ihnen viele möglichst symptomfreie, geruhsame und schöne Wochen. Alles Gute!

Matthias Werchan, 06.10.2021

 

*** Wir danken der AstraZeneca GmbH und der GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG für das Sponsoring dieser Wochenpollenvorhersage. ***

 

Tägliche Pollenbelastungsvorhersagen der Gräser und der Ambrosia für Deutschland finden Sie hier.

Tägliche Pollenkonzentrationsvorhersagen der Gräser und der Ambrosia in der Luft in Europa finden Sie hier.

 

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