• K.-C. Bergmann, M. Berger, L. Klimek, O. Pfaar, B. Werchan, M. Werchan, T. Zuberbier Nicht medikamentöse Maßnahmen zur Vermeidung allergischer Symptome bei der Pollenallergie – eine kritische Übersicht DOI 10.5414/ALX02294                                                Zusammenfassung: Die allergische Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen) ist die häufigste chronische Erkrankung in allen Industrienationen. Ihre Therapie besteht im Wesentlichen in der Anwendung anti-allergischer und anti-entzündlicher Medikamente, die zumeist einen guten und schnellen Effekt zeigen. Mit der allergenspezifischen Immuntherapie besteht darüber hinaus eine kausale Möglichkeit der Toleranzinduktion. Gegenwärtig besteht eine erhebliche Unterversorgung, da Betroffene die Symptome trivialisieren und öfter auch Bedenken gegen eine medikamentöse Dauertherapie haben. Es besteht ein hohes Interesse, auch nicht medikamentöse Maßnahmen zur Vorbeugung und/oder Linderung der allergischen Symptome zu verwenden in der Annahme, dass diese frei von Nebenwirkungen zu seien. In dieser Publikation stellen wir nicht medikamentöse Methoden vor, zu denen klinische Studien in der Literatur vorliegen. Die Methoden haben eine unterschiedlich gute Wirksamkeit. Eine evidenzbasierte vergleichende Einschätzung zwischen den Methoden ist nicht möglich. Ebenfalls liegen kaum Studien im Vergleich zur medikamentösen Standardtherapie vor. Eine Vielzahl der Interventionen besteht in einer Allergenreduktion, wie zum Beispiel durch Luftfilter, oder einer Reinigung der Schleimhäute durch Nasenspülungen etc., die allesamt keinesfalls als Ersatz, sondern als Ergänzung zur medikamentösen Therapie gesehen werden sollten.
  • B. Werchan, M. Werchan, S. Röseler, K.-C. Bergmann. Die Wochenpollenvorhersage der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) – ein Hilfsmittel für Pollenallergiker und deren behandelnde Ärzte in Deutschland DOI 10.5414/ALX02295                                                  Zusammenfassung: In Deutschland leidet fast jeder siebte Erwachsene an medizinisch diagnostizierter allergischer Rhinitis, die häufig durch eine Reaktion auf Pollen verursacht wird. Wie in anderen europäischen Ländern gibt es auch in Deutschland ein nationales Pollenmessnetz (Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID)), das die Pollen- und Pilzsporenkonzentrationen in der Außenluft überwacht und Allergiker und Ärzte informiert. Eines der Informationsinstrumente des PID ist seit dem Jahr 2016 die Wochenpollenvorhersage des PID für Deutschland. Diese wird auf der Grundlage von real gemessenen Pollendaten, phänologischen Beobachtungen, Wettervorhersagen und Fachwissen u. a. in Aerobiologie, Botanik und Allergologie erstellt. Die Vorhersage informiert während der gesamten Pollenflugzeit über den aktuellen Stand und die Entwicklung des Aufkommens von insgesamt rund 50 Pollenarten und vier Pilzsporengattungen für einen Prognosezeitraum von 7 Tagen.
  • POSTER: Werchan B, Werchan M, González Roldán N, Bergmann K-C. Zweistündige Alternaria-Sporenkonzentrationen an einer städtischen und einer ländlichen Messstelle in Deutschland im Zeitraum 2017 – 2019. Poster presented at: ePoster-Session Arzneimittelallergie, freie Themen & ePoster-Session der DGAKI Junior Member. 16. Deutscher Allergiekongress; 2021 Sep 30 - Oct 02; Dresden, Germany.
    Abstract
  • Karl-Christian Bergmann, Ludger Klimek, Sascha Nehr, Wolfgang Straff, Barbora Werchan Allergene Pollen – auch ein Problem von Innenräumen?
  • Sandra Linngrön, Julia Scheumann, Barbora Werchan, Daniel Wildner, Thomas Heilmann, Karl-Christian Bergmann Die „Husteblume“ der Techniker-Krankenkasse: erste evaluierte App für Patienten mit allergischer Rhinokonjunktivitis und allergischem Asthma durch Pollen
    Zusammenfassung
    : Die App „Husteblume“ der Techniker Krankenkasse (TK) Hamburg bietet Personen mit einer Pollenallergie (allergische Rhinokonjunktivitis und Pollenasthma) die Möglichkeit einer verbesserten Selbstkontrolle der Erkrankung durch eine Pollenflugvorhersage, Dokumentations-möglichkeiten für das Gesamtbefinden und der nasalen, konjunktivalen und bronchialen Symptome, der benutzten Medikation sowie eine Patienteninformation mit Vorschlägen zur Therapie, Lexikon, Mediathek und Pollenflugkalender. In zwei Online-Umfragen unter registrierten Nutzern der App vor und nach der Pollensaison 2017 wurden Benutzerfreundlichkeit, Veränderungen der Lebensqualität, der Gesundheitskompetenz und der Selbstwirksamkeit bei der Behandlung evaluiert. Die Ergebnisse waren positiv und verdeutlichen, dass gut umgesetzte Apps einen positiven Beitrag zum Selbstmanagement leisten können.
  • Steckling-Muschack, N., Mertes, H., Mittermeier, I. et al. A systematic review of threshold values of pollen concentrations for symptoms of allergy. Aerobiologia (2021) https://doi.org/10.1007/s10453-021-09709-4
    Abstract:
    Pollen threshold values used in public warning systems are intended to inform people of the risk of developing allergy symptoms. However, there is no consensus about which pollen concentrations provoke allergy symptoms. The aim of this systematic review was the evaluation of studies investigating the relationship between pollen concentrations (alder, ash, birch, hazel, mugwort and ragweed) and the number of cases in which participants visited a doctor, drug consumption and allergy symptoms. This systematic literature review is registered in PROSPERO (CRD42019112369). A PubMed search was applied and enriched by consultation with experts and a snowball strategy. The included studies were checked for risk of bias (RoB), and extensive data were extracted and compared. Of 511 studies, 22 were eligible according to the previously established inclusion criteria, and 17 from these showed a low RoB. The strongest evidence was reported for ash (Fraxinus) pollen, where an increase of number of doctor’s visits at an interquartile range (IQR) of 18–28 grains/m3 was detected by three studies. Five studies about birch (Betula) pollen showed a threshold value of 45 grains/m3 for increased drug consumption. The evidence of a threshold value was limited for alder (Alnus), hazel (Corylus), mugwort (Artemisia) and ragweed (Ambrosia) pollen. The inconsistent results concerning all types of pollen, except ash pollen, can be the result of multiple factors, e.g., age, gender, allergen content of pollen and individual sensitivity. These influencing factors should be investigated more closely in future research.