Pollenzählen, wie funktioniert das?
Im Jahre 1883 veröffentlichte der englische Arzt Charles Blackley die ersten Versuche einer Luftpollenanalyse. Er bestimmte die Flugphasen der Gräserpollen mit Hilfe senkrecht und waagerecht aufgestellter mit klebrigen Substanzen beschichteter Objektträger. Diese einfache Methode war jedoch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, da sie ungeschützt Witterungseinflüssen wie Regen und Wind ausgesetzt war. Zudem erlaubte sie keine direkte Bestimmung der Pollenkonzentration pro Luftvolumen, da keine definierte Luftmenge erfasst wurde.
Einen entscheidenden Fortschritt stellte die Entwicklung der volumetrischen Pollenfalle durch Wiliam Hirst im Jahr 1952 dar. Die Konstruktion seiner Pollenfalle ermöglichte erstmals vergleichende volumetrische Messungen und die Erfassung der Anzahl von Pollen pro definiertem Luftvolumen. Die von Hirst entwickelte Messmethode bildet die Grundlage moderner Pollenfallen, die nach nach dem Hirst-Prinzip arbeiten und heute in fast allen europäischen Ländern in der Pollenanalyse eingesetzt werden.