Die Trommel dreht sich kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von 2 mm/Std. um ihre eigene Achse, innerhalb von 24 Std.(von 0 bis 24 Uhr) 48 mm (= 24 Std. x 2 mm). Die Tageschronologie von 48 mm Länge entspricht einem Luftvolumen von 14,4 m³ Luft pro Tag (600 l Luftvolumen x 24 Std. = 14,4 m³ Luft pro Tag).

Die Burkard-Falle ist so konstruiert, das eine 7-tägige kontinuierliche Probeentnahme möglich ist. Eine Windfahne an der Oberseite der Burkard-Falle garantiert ein Ansaugen der Luft aus der jeweils herrschenden Windrichtung.

Der bereits erwähnte Plastikstreifen auf der Trommel der Pollenfalle wird von den Mitarbeitern in den Pollenmessstationen aufgearbeitet und mikroskopisch ausgewertet. Die Auszählung der Pollen erfolgt über die gesamte Länge dieses Tagesabschnittes von 48 mm Länge. Unter Berücksichtigung des in 24 Std. angesaugten Luftvolumens entspricht die ausgezählte Anzahl dem 24-Std.-Mittelwert der Pollen pro m².

Alle Pollenarten verfügen über charakteristische Strukturen, etwa einem "Fingerabdruck" gleich, der bei der Pollenbestimmung einen grundlegenden Bestandteil darstellt. In den Auswertungen werden die allergologisch relevanten Pollenarten berücksichtigt. An dieser Stelle seien nur die sechs wichtigsten benannt, die für Pollenallergiker einen besonderen Stellenwert einnehmen:

Zu Beginn des Jahres ist dies die Hasel (Corylus), gefolgt von der Erle (Alnus), im Frühjahr die Birke (Betula), im Frühsommer Eintritt der Gräserblüte (Poaceae) und des Roggens (Secale cereale). Im Spätsommer folgt der Beifuss (Artemisia vulgaris).

Die Ergebnisse der Pollenzählungen werden während der gesamten Pollensaison aus den Messstationen an die Wetterdienste zur Aufbereitung der Pollenflugvorhersagen und deren Verbreitung über die Medien für betroffene Pollenallergiker gemeldet. Alle gewonnenen Messdaten gehen in die Datenbank der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) und des Europäischen Polleninformationssystems (epi) zu Forschungszwecken ein.


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