Wochenpollenvorhersage Balthasar - 19.04.2017

Mittwoch, 19. April 2017

Blühende Pflaume (Prunus domestica)

Entlastung bei Birke und Esche

Deutscher

Name

Lateinischer

Name

Tendenz für die nächsten 7 Tage

Birke

(Betula)

Rotbuche

(Fagus)

Eiche

(Quercus)

Esche

(Fraxinus)

Hainbuche

(Carpinus)

Pappel

(Populus)

Platane

(Platanus)

Rosskastanie

(Aesculus)

Weide

(Salix)

Zypressengewächse

(Cupressaceae)

 

Der Kälterückfall der vergangenen Tage und das weiterhin wenig frühlingshafte Wetter sorgen für einen allgemein gedämpften Pollenflug. Die größte Entlastung haben Eschenpollenallergiker (Fraxinus), da die Blüte der Esche in Deutschlands weitestgehend vorüber ist. Selbst bei guten Pollenflugbedingungen, treten nur noch geringe bis maximal mittlere Belastungen auf. Auch die Birkenpollenallergiker (Betula) haben das Schlimmste bereits überstanden. In den meisten Landesteilen sind die Bäume bereits abgeblüht oder setzen nur noch wenige Pollen frei. Hohe Belastungen werden daher nur noch vereinzelt dort erreicht, wo die Birkenblüte erst spät eingesetzt hat – so im äußersten Norden Deutschlands und in mittleren bis höheren Berglagen. Ansonsten ist das Belastungsrisiko für die nächsten Tage meist mittel, stellenweise auch nur noch gering. 


Die Pollen, der zur Birke kreuzreaktiven Arten Rotbuche (Fagus) und Eiche (Quercus), nehmen dagegen, von Südwest nach Nordost fortschreitend, in ihrer Zahl zu. Insbesondere bei der Eiche gibt es innerhalb Deutschlands derzeit einige Entwicklungsunterschiede. Im Südwesten und Westen blühen die Bäume bereits, während in den kühleren Regionen Ostdeutschlands noch keine Blühbereitschaft besteht. Diese Unterschiede werden bei den derzeitigen niedrigen Temperaturen wahrscheinlich auch innerhalb der nächsten Tage noch nicht ausgeglichen, so dass in den wärmebegünstigten Regionen teilweise hohe Pollenbelastungen auftreten können, wohingegen im Osten noch keine Eichenpollen in der Luft sind. Für die Rotbuche wird für dieses Jahr eine, im Vergleich zum Vorjahr schwache Pollensaison erwartet.


Letzte Pappelpollen (Populus) werden sich in den nächsten Tagen aus der Luft verabschieden. Der diesjährig schwache Pollenflug der Hainbuche (Carpinus) beschreitet den gleichen Weg. Die  verbleibende geringe Anzahl an Pollenkörnern in der Luft stellt kein allergologisches Risiko mehr da.


Pollen der Zypressengewächse (Cupressaceae) treten in wechselnden, meist niedrigen bis mittleren Konzentrationen in der Luft auf, bei etwa gleichbleibendem Niveau.


Zunehmend finden sich nun erste Pollen von Rosskastanie (Aesculus) und in einigen Städten bereits größere Mengen  von Platanenpollen (Platanus) in unseren Pollenfallen. Als typische Stadtbäume, sorgen diese beiden Arten meist nur innerstädtisch für bedeutsamen Pollenflug. Dabei wird insbesondere den Platanen eine allergene Wirkung zugesprochen. Im Einflussbereich von Platanenalleen muss von beträchtlichen Pollenkonzentrationen ausgegangen werden, Tendenz für die meisten Regionen zunehmend im äußersten Westen und Südwesten ist der Höhepunkt der Platanenblüte aber wahrscheinlich bereits erreicht.


Bei den Weiden (Salix) blühen noch immer einige Arten, so dass auch weiterhin noch Weidenpollen die Luft anreichern können, je nach Anzahl und Vorkommen der entsprechenden Arten werden geringe bis mittlere, nur selten noch hohe Pollenkonzentrationen erreich.


Die Blüte der zahlreichen heimischen Rosengewächse (Rosaceae) und die der heimischen Ahornarten (Acer) setzt sich weiter fort. Deren Blüten geben aber nur unbedeutende Mengen an Pollen in die Luft ab. Die Pflanzen dieser, auf Insektenbestäubung spezialisierten Arten, produzieren wenig Pollen mit natürlicherweise geringen Pollenkonzentrationen in der Luft und nur geringem Allergierisiko. Besonders die Blüte der Rosengewächse zieht sich noch über mehrere Wochen hin, sofern die derzeitigen Spätfröste den Blüten kein schnelles Ende bereiten.


Allmählich setzt nun auch die Rapsblüte ein (Brassica napus). Allerdings gelangen nur wenige Rapspollen in die Luft, so dass bei diesen allergologisch relevanten Pollen nur nahe oder innerhalb eines Rapsfeldes ein Allergierisiko besteht. Jedoch kann der von Rapsblüten abgesonderte intensive Geruch von empfindliche Menschen als unangenehm wahrgenommen werden.


Schimmelpilzsporen sind in der Außenluft nach wie vor nur in unbedeutender Zahl zu finden. Daran wird sich auch in den nächsten Tagen noch nichts ändern.

 

• Tägliche Pollenbelastungsvorhersagen der Esche und der Birke für Deutschland finden Sie undefinedhier.

• Tägliche Pollenkonzentrationen der Birke in der Luft in Europa finden Sie undefinedhier.

 

•••Diese Wochenpollenvorhersage trägt den Namen Balthasar. Wir widmen diese Wochenpollenvorhersage allen Trägern dieses Namens.

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