Wochenpollenvorhersage Aurelia - 16.01.2019

Mittwoch, 16. Januar 2019

Ganzjährig aktive Pollenfalle in Berlin bei einem der bisher seltenen Schneefallereignisse in diesem Winter am 03.01.2019 © Matthias Werchan

Die Winterruhe ist vorbei, Pollen fliegen wieder regelmäßig - aber noch verhalten.

Deutscher

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Lateinischer

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Tendenz für die nächsten 7 Tage

Hasel

(Corylus)

Erle

(Alnus)

 

Der Temperaturverlauf der letzten Wochen erinnerte nur wenig an das, was landläufig als «Winterwetter» verstanden wird (die Alpenregion einmal ausgenommen). Mit den überdurchschnittlich hohen Temperaturen war den Frühblühern Hasel (Corylus) und Erle (Alnus) nur eine kurz Winterruhe vergönnt gewesen. Bereits einige Tage vor Weihnachten konnten mehrere unserer Pollenmessstationen frische Pollen der beiden genannten Gattungen in der Luft vermelden, korrespondierend mit ersten spürbaren Allergiesymptomen für Heuschnupfenpatienten.
Mittlerweile hängen an zahlreichen Haseln im milden Norden und Westen blühbereite Kätzchen und «warten» auf trockenere Luft, um ihre reifen Pollen abstoßen zu können. Die hohe Luftfeuchte und das regnerische Wetter haben bisher die Pollenausschüttung stark gedämpft. Da im Verlauf der nächsten Tage die Regenpausen immer länger werden und sogar Sonnenschein «droht», nimmt somit die Möglichkeit zum Stäuben und zum Auftreten erster höherer Belastungen zu. Besonders betroffen sind davon das norddeutsche Tiefland bis hoch an die Küsten, das Rheinland und Wärmeinseln großer Städte. In den Landschaften des Südens und Südostens, insbesondere in den etwas höher gelegenen Regionen schwankt die Belastung dagegen noch zwischen gering und nicht vorhanden. Auch der nun prognostizierte Rückgang der Temperaturen auf ein jahreszeitlich typisches Niveau verhindert den Pollenflug im Tiefland nicht mehr, allenfalls verzögert es die Entwicklung weiterer Blütenstände und die Pollenbelastung stagniert im Verlauf. Erst strenge Frösten unter –10 °C können weit entwickelte Kätzchen schädigen und den Pollenflugintensität spürbar verringern.

Da unsere heimische Schwarzerle (Alnus glutinosa) im Vergleich zur Hasel etwas höhere Temperaturen für ihre Blütenentwicklung benötigt, liegt diese in der Entwicklung noch etwas zurück. Bisher sind nur in wenigen besonders milden Regionen (wie etwa am Niederrhein) Erlen mit ausgereiften, blühbereiten Kätzchen anzutreffen. Daran wird sich in den kommenden Tagen noch nicht viel ändern. Es können also sowohl bereits erste Erlenpollen der heimischen Schwarzerlen als auch noch letzte Pollen der Purpurerle (Alnus × spaethii), eine nur als Straßenbaum angepflanzt vorkommende Kreuzung zweier nichtheimischer Erlenarten, vorkommen. Die Purpurerle hat für die zeitigen Erlenpollen im Dezember und zu Beginn des Januars gesorgt, wofür sie auch bekannt ist (siehe undefinedhier). Insgesamt bleibt der Pollenflug der Erle bis zum Ende des Vorhersagezeitraums mehr oder weniger gleichbleibend schwach mit den etwas höheren Werten am Niederrhein und lokal dort, wo (noch) Purpurerlen stäuben.

Mit südwestlichem Wind kann hin und wieder Pollen der Zypressengewächse (Cupressaceae) aus dem Mittelmeerumfeld zu uns geweht werden.

Schimmelpilzsporen sind in der Außenluft derzeit kaum vorhanden.

Matthias Werchan, 16.01.2019

 

 

Tägliche Pollenbelastungsvorhersagen der Hasel und der Erle für Deutschland finden Sie undefinedhier.

Tägliche Pollenkonzentrationen der Erle in der Luft in Europa finden Sie undefinedhier.

 

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