Wochenpollenvorhersage Amelie - 31.01.2018

Mittwoch, 31. Januar 2018

Unausgereifte Erlenkätzchen (Alnus glutinosa) im Berliner Tiergarten © Matthias Werchan

Haselpollen dominieren, Erlenpollen bleiben meist nur beigemengt.

Deutscher

Name

Lateinischer

Name

Tendenz für die nächsten 7 Tage

Hasel

(Corylus)

Erle

(Alnus)

 

Die Blüte der allergenen Hasel (Corylus) setzt sich in den kommenden Tagen (noch) fort. Teilweise werden weitere Sträucher blühbereite Kätzchen entwickeln, andere Sträucher stehen bereits seit Tagen in der Vollblüte oder können sogar bereits abgeblüht sein. Letzteres insbesondere in thermisch begünstigten Tallagen des Süden und Westens. Mit dem prognostizierten Temperaturrückgang verlangsamt sich aber nun der Prozess der Kätzchenreife und der Pollenflug wird sich voraussichtlich nicht weiter intensivieren. Sollte sich Frostwetter einstellen, ist sogar ein Abfrieren bereits voll entwickelter Haselkätzchen möglich, wodurch der Pollenflug temporär zum Erliegen kommen kann. Solange kein Frost herrscht, muss im Tiefland und niedrigem Bergland bei trockenem und windigem Wetter mit meist mäßigem Pollenflug gerechnet werden. Von der Mitte bis in den Westen und Südwesten sind auch starke Belastungen möglich. Schwächer bleibt der Pollenflug weiterhin im äußersten Norden und Osten des Landes.

Der sehr milde Januar hat auch bei den allergenen Erlen (Alnus) für einen Entwicklungsschub gesorgt, so dass regional die Blüte bereits eingesetzt hat. Jedoch sind im Norden und Osten Deutschlands bisher kaum Pollen unterwegs. Hier wird sich auch in den kommenden Tagen nicht viel tun, da das Temperaturniveau für die weitere Reifung der Kätzchen meist nicht ausreichen sein wird (Foto). Insgesamt ist in den wärmeren Regionen Deutschlands bereits mäßiger Erlenpollenflug möglich, lokal sind auch hohe Konzentrationen denkbar. Weiter nach Norden und Osten bleibt der Pollenflug weiter sporadisch oder auf schwachem Niveau.

Neben Hasel- und Erlenpollen treten hin und wieder einzelne Pollen der Zypressengewächse (Cupressaeceae) auf, die bei Südwind aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland geweht werden können. Auch Eschenpollen (Fraxinus) und Ulmenpollen (Ulmus) können von den blühenden Pflanzen in Südeuropa vereinzelt bis nach Deutschland gelangen.

Schimmelpilzsporen sind in der Außenluft derzeit nur wenig vorhanden. Allergische Reaktionen sind daher nicht zu befürchten. Eventuell kann es während des Zusammenfegens von heruntergefallenem Blattmaterial kurzzeitig zu einer lokal beschränkten Sporenfreisetzung kommen. Hier sollten empfindliche Pilzsporenallergiker Vorsicht walten lassen.

 

Ärztliche Anmerkungen (Prof. Dr. med. K.-C. Bergmann):

Personen, die unter einem Heuschnupfen durch Haselnuss-und Erlenpollen leiden haben häufig beim Essen von Kern- und Steinobst Beschwerden im Mund. Wenige Minuten nach dem Essen von beispielsweise Äpfeln kann es bei ihnen zu einem Juckreiz im Mund, Schwellungen der Mundschleimhaut oder Anschwellen der Zunge kommen. Auch ein Juckreiz der Haut bis zu Atembeschwerden ist möglich. In der Pollensaison sind dieBeschwerden stärker als außerhalb der Saison.

 

Tägliche Pollenbelastungsvorhersagen der Hasel und der Erle für Deutschland finden Sie undefinedhier.

Tägliche Pollenkonzentrationen der Erle in der Luft in Europa finden Sie undefinedhier.

 

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