Wochenpollenvorhersage Amelie - 04.04.2018

Dienstag, 03. April 2018

Weide (Salix sp.) beginnt zu blühen, 02. April 2018 in Berlin © Matthias Werchan

Atempause bei allergenen Pollen wieder vorbei – Pollenflug der Birke beginnt!

Deutscher

Name

Lateinischer

Name

Tendenz für die nächsten 7 Tage

Birke

(Betula)

Eibe

(Taxus)

Erle

(Alnus)

Esche

(Fraxinus)

Hainbuche

(Carpinus)

Hasel

(Corylus)

Pappel

(Pappel)

Ulme

(Ulmus)

Weide

(Salix)

Zypressengewächse

(Cupressaceae)

 

Mit der nun deutlichen Erwärmung geht eine rasche Vegetationsentwicklung einher. Somit gewinnt der Pollenflug an Dynamik.
Letzte Haseln (Corylus) verblühen, so dass sich deren Pollen in der Luft immer mehr vereinzeln und praktisch keine Belastung mehr darstellen. Erlenpollen treten auch in den nächsten Tagen noch häufiger auf, wobei das Risiko mit größeren Mengen Erlenpollen (Alnus) in Kontakt zu kommen, im Küstenumfeld und in Richtung Osten/Nordosten am höchsten ist. Im Rest des Landes wird gelegentlich noch ein mittleres Belastungsniveau erwartet, nach Süden und Westen hin meist nur noch ein schwaches. Die Möglichkeit des Ferntransports von Erlenpollen aus den nördlichen und östlichen Nachbarländern besteht bei länger anhaltendem Wind aus diesen Richtungen.

Die von vielen Pollenallergikern gefürchtete Birkenblüte (Betula) setzt in den nächsten Tagen ein! Erste Bäume in den wärmebegünstigten Regionen entlang des Rheins haben bereits ihre Blühbereitschaft erreicht. Milde Temperaturen führen nach und nach überall im Land zur Entwicklung stäubbereiter Kätzchen. Für die nächsten sieben Tage kann insbesondere im äußersten Westen und Süden des Landes bei pollenflugbegünstigenden Witterungsbedingungen die momentan noch sporadische Belastung bereits auf ein mittleres, teils sogar schon starkes Niveau ansteigen. Weiter nach Osten und Norden ist die Vegetation mehr oder wenig deutlich in ihrer Entwicklung zurück. Vermutlich erst gegen Ende des aktuellen Vorhersagezeitraums gehen erste schwachen Belastungen von lokal vorhanden Pflanzen aus. Da Birkenpollen in sehr großer Zahl produziert und in die Luft entlassen werden, können nicht unerhebliche Mengen des Blütenstaubs über größere Entfernungen von einigen hundert Kilometern transportiert werden und dann sogar dort, wo noch keine Birken blühen, spürbare Belastungen verursachen.

Die Blüte der heimischen Eschen (Fraxinus excelsior) ist in den wärmeren Regionen Deutschlands bereits im Gange. Bei frühlingshaften Temperaturen „arbeitet“ sich die Blüte dieser allergologisch bedeutsamen Baumart zügig in weitere Regionen vor. Zurückliegende strenge Spätfröste können aber Schäden an den Blütenständen verursacht haben, womit die zu erwartende - ohnehin unterdurchschnittliche Eschensaison - regional auch etwas schwächer ausfallen kann. Betroffene sollten sich jedoch überall auf die fortschreitende Eschenpollensaison einrichten, auch wenn Eschenbäume in den nächsten Tagen nur im Süden und Westen des Landes bereits in voller Blüte stehen. Hier sind ab dem Wochenende mittlere, lokal auch starke Belastungen denkbar, im Rest des Landes bleiben die Belastungen geringer.

Ulme (Ulmus), Pappel (Populus) oder Weide (Salix) spielen zwar allergologisch eine weniger bedeutende Rolle als Esche oder Birke, jedoch bereichern deren Pollen in den nächsten Tagen auch in den kühleren nordöstlichen Tieflandregionen mehr und mehr die Pollenkomposition der Luft, wodurch darauf empfindlich reagierende Personen mit ansteigenden Beschwerden zu rechnen haben. Je nach lokal vorhandener Vegetation, ist von nur geringen, sporadischen Vorkommen dieser Pollen in der Luft bis hin zu hohen Konzentrationen alles möglich.

Bei den Eiben (Taxus) ist im größten Teil des Landes der Höhepunkt der Blüte überschritten. Der Pollenflug ebbt rasch ab. Nur im Norden und Osten hält die Blüte noch ein paar Tage an, mit mehr oder weniger gleichbleibenden Pollenkonzentrationen. Das allergene Potential der Eibenpollen wird unterschiedlich bewertet, meist als harmlos angesehen. Jedoch scheint eine Reihe von Menschen auch auf diese Pollen mehr oder weniger stark zu reagieren. Diese Personen sollten, wenn möglich, die unmittelbare Nähe zu den stark stäubenden Pflanzen meiden. Pollen von Zypressengewächsen (Cupressaeceae) fliegen weiterhin durch die Luft, je nach lokaler Zusammensetzung und Entwicklungsstand der unterschiedlichen Zypressenarten in wechselnden Mengen, wobei derzeit und noch während der nächsten Wochen mit dem saisonalen Höhepunkt des Auftretens dieses Pollentyps zu rechnen ist.

In einigen Regionen können bereits Pollen der Rosengewächse (Rosaceae), z.B. von Kirschbäumen (Prunus spp.) oder Pollen von nichtheimischen Ahornarten (Acer), z.B. Silber-Ahorn (Acer saccharinum) in die Luft gelangen.

Schimmelpilzsporen sind in der Außenluft weiterhin kein Thema. In den kommenden Tagen sind kaum Änderungen zu erwarten.

 

Tägliche Pollenbelastungsvorhersagen der Hasel, der Erle, der Esche und der Birke für Deutschland finden Sie undefinedhier.

Tägliche Pollenkonzentrationen der Erle und der Birke in der Luft in Europa finden Sie undefinedhier.

 

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