„MilbenCheck“: Neue Services für Milbenallergiker

Donnerstag, 20. November 2014

Nach dem Vorbild der erfolgreichen Smartphone-App „Pollen“ wurden nun in einer Zusammenarbeit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) mit der Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation an der Medizinischen Universität Wien auch für Milbenallergiker eine App und ein Online-Portal entwickelt.

„MilbenCheck“ bietet mit einem Risikofragebogen, einem Tagebuch und einer Milbenbelastungslandkarte Unterstützung für Betroffene und erleichtert die Entscheidung, Symptome beim allergologisch geschulten Facharzt abklären zu lassen. Eine Erinnerung an den Arztbesuch sowie Infos und Tipps rund um das Thema Milben helfen Allergikern zusätzlich, ihre Erkrankung im Griff zu haben und ihre Lebensqualität zu verbessern. Die neue Applikation für iOS- und Android-Geräte steht zum kostenlosen Download in den Stores zur Verfügung, das Online-Portal ist unter www.milbencheck.de  aufrufbar.

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) und die Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation an der Medizinischen Universität Wien sind internationale Vorreiter und Impulsgeber zahlreicher Services für Allergiker mit Atemwegserkrankungen. Ein Beispiel für ihre erfolgreichen Entwicklungen ist die populäre App „Pollen“. Mit ihr wurde die Pollenwarnung in den vergangenen Jahren auch unterwegs abrufbar. Die mehr als 180.000 Nutzer des gefragten Services haben stets einen raschen Überblick, wo und in welchem Ausmaß die zwölf wichtigsten Allergieauslöser gerade belastend sind. Basierend auf dem Wissen, dass 30 Prozent der Pollenallergiker auch an einer Allergie gegen Hausstaubmilben leiden, wurden nun ein Online-Portal und eine mobile Applikation für Milbenallergiker entwickelt.

Rechtzeitig Milben-Allergie erkennen, abklären und therapieren
Der neue Service „MilbenCheck“ unterstützt und begleitet Milbenallergiker auf wissenschaftlich fundierter Basis und berücksichtigt dabei die individuelle Situation des Betroffenen. Sowohl das Online-Portal als auch die Applikation besitzen eine einfache Menüführung und klar strukturierte Kapitel. Sie unterstützen den Anwender dabei, die Allergie im täglichen Leben, am Arbeitsplatz oder in der Schule zu dokumentieren, besser zu verstehen und damit umzugehen. Das Ziel: die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, zur genauen Abklärung der Symptome einen Besuch bei einem allergologisch geschulten Facharzt anzuregen und eine rasche Therapie zu ermöglichen. Je früher eine allergische Atemwegserkrankung erkannt wird, desto eher kann sie adäquat therapiert werden. Auch eine Verschlechterung der Beschwerden oder ein Asthma bronchiale werden dadurch leichter verhindert. Milbenallergiker haben ein sehr hohes Risiko, dass sich die Symptome von Augen und Nase auf die Bronchien verlagern. Bei rund einem Viertel der Betroffenen entwickelt sich ein sehr belastendes allergisches Asthma.

Milben-Risikofragebogen – Allergie ja oder nein?
Ein einfacher Selbsttest in Form eines standardisierten Fragebogens bietet eine erste Einschätzung, ob eine Milbenallergie für die vorliegenden Beschwerden verantwortlich sein kann. Die 14 Fragensets lassen sich unkompliziert und rasch beantworten. Sie ordnen den Nutzer einer von vier Risikogruppen zu: Ein wichtiger erster Schritt, der eine ärztliche Diagnose nicht ersetzt, sondern die Entscheidung zur Symptomabklärung bei einem allergologisch geschulten Facharzt unterstützt. Der Online-Selbsttest liefert für die weitere Diagnose wichtige Informationen, die im PDF-Format als E-Mail versendet oder als Papierausdruck zum Arzttermin mitgenommen werden können.

Persönliches Milbentagebuch – die Allergie auf einen Blick
Durch regelmäßige Einträge des Benutzers in das Milbentagebuch entsteht ein individuelles Beschwerdeprofil. Auf Knopfdruck stehen die eingetragenen Daten als übersichtliche Grafik zur Verfügung und schaffen ein klares Gesamtbild von der Allergie. Auf einen Blick werden damit Zusammenhänge erkennbar: Wann werden die Beschwerden leichter? Bessern sich Symptome zu einer bestimmten Jahreszeit? Steht auch eine andere Allergie im Hintergrund? Gibt es Orte, an denen keine allergischen Beschwerden auftreten? Der neue Service liefert damit eine langfristige Auswertung, die den Verlauf der Erkrankung gezielt erfasst und über die Therapieerfolge Aufschluss gibt. Damit ist er auch eine wertvolle Unterstützung für die behandelnden Ärzte. Da sich die persönliche Belastung im Jahresverlauf verändern kann, sollten die Beschwerden regelmäßig - am besten täglich - in das Milbentagebuch eingetragen werden.

Milbenbelastungslandkarte – wie geht es mir, wie geht es anderen?
Die Milbenbelastungslandkarte macht es möglich, die eigenen Beschwerden mit denen anderer Allergiker in der Umgebung zu vergleichen, und hilft, die persönliche Allergie-Situation einzuschätzen. Die Symptom-Landkarte visualisiert die Symptomdaten der Tagebuch-Nutzer anonymisiert auf einer Europakarte und gibt damit einen Überblick über die Beschwerde-Intensität anderer Milbenallergiker. Liegen die eigenen Beschwerden über dem Durchschnitt? Falls ja, ist das ein klares Indiz, dass ein Arzttermin vereinbart werden sollte, um die Therapie zu optimieren und die Lebensqualität wieder zu verbessern!

Erinnerungsfunktion, Infos & Tipps
Auch ein persönlicher Erinnerungsservice bietet als Teil der App Unterstützung im Alltag. Der Nutzer wird nach der Anmeldung viermal im Laufe eines Jahres zu den jeweiligen Jahreszeiten auf einen Facharztbesuch aufmerksam gemacht, via Push-Notification auf dem Smartphone. In den Erinnerungstexten wird kurz erklärt, warum zu dieser Jahreszeit welche Symptome auftreten und dass eine Abklärung beim Facharzt wichtig ist.

Nützliche Informationen rund um das Thema Allergie, Antworten zu wichtigen Fragen über die Entstehung, den Verlauf, die Diagnose und die Behandlungsmöglichkeiten sowie Tipps zur Allergenvermeidung informieren darüber, wie man eine Milbenallergie in den Griff bekommt. Um die persönlichen Daten der Benutzer zu schützen, wurde in der Entwicklung besonderes Augenmerk auf den Datenschutz gelegt und ein neues Anmeldeverfahren angewendet.

Mit „MilbenCheck“ stehen nun erstmalig auch Milbenallergikern ein Portal und eine App zur Verfügung, die aktiv begleiten, die Diagnose erleichtern und einen klaren Überblick über die Beschwerden und den Therapieverlauf schaffen. Zusätzlich werden Informationen rund um das Thema Hausstaubmilben-Allergie angeboten. Die Applikation für iOS- und Android-Geräte steht zum kostenlosen Download in den Stores zur Verfügung, das Online-Portal ist unter www.milbencheck.de erreichbar.



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