Klimawandel und Pollenallergie: Wie können Städte und Kommunen allergene Pflanzen im öffentlichen Raum reduzieren?

Donnerstag, 26. November 2015

Climate change and pollen allergy: How cities and municipalities can reduce allergenic plants in public spaces

Karl-Christian Bergmann1, Wolfgang Straff2

Abstract
The climate change leads to changes in pollen exposure of the population. In particular, allergic individuals who react to the pollen of hazelnut, alder and birch are affected because these appear earlier in the year and tend to be in higher concentrations. This trend is reinforced by the new planting of allergenic tree species in cities. Up to now there is no recommendation in Germany for the new planting of trees in public spaces which considers the needs of pollen allergy sufferers. Here we propose which tree species should be avoided for new plantations in towns. Following these considerations could prevent a further increase in the amount of allergenic tree pollen. A list of allergologic safe tree species suitable for cultivation is also added.

Zusammenfassung
Der Klimawandel führt zu Veränderungen der Pollenexposition der Bevölkerung. Besonders betroffen sind davon unter anderem Pollenallergiker, die auf Haselnuss, Erle und Birke reagieren, denn diese Bäume blühen früher im Jahr und produzieren Pollen in tendenziell höheren Konzentrationen. Dieser Trend verstärkt sich durch die Neuanpflanzung allergener Baumarten in Städten. Bisher gibt es in Deutschland keine Empfehlung zur Neupflanzung von Bäumen im öffentlichen Raum, die Rücksicht auf die Belange von Pollenallergikern nimmt. Vorgelegt wird hier ein Vorschlag, welche Baumarten bei Anpflanzungen in Städten zu vermeiden sind, um einer weiteren Erhöhung der Menge an Baumpollen gerade im Lebensraum vieler Menschen mit Allergien vorzubeugen. Beigefügt ist außerdem eine Auflistung allergologisch unbedenklicher Baumsorten, die aus diesem Grund zur Anpflanzung geeignet wären.

undefinedHier können Sie die komplette Publikation sehen.

Dieser Artikel wurde 2012 in einer ersten Fassung veröffentlicht: Bergmann KC, Zuberbier T, Augustin J et al. (2012): Klimawandel und Pollenallergie: Städte und Kommunen sollten bei der Bepflanzung des öffentlichen Raums Rücksicht auf Pollenallergiker nehmen. In: Allergo Journal 21(2): 103–108. Er erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des Verlages SpringerMedizin in einer aktualisierten Fassung.

1Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Berlin.
2 Umweltbundesamt.



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