Gelber Staub überall

Dienstag, 17. Mai 2016

Foto 1 - Koniferenpollen auf der Windschutzscheibe eines Autos. Nationalpark Eifel (Rheinland-Pfalz), 13.5.2016.

Foto 2 - Pollenwolke über einem Fichtenforst, NP Eifel, 13.5.2016.

Foto 3 - Pollenwolke über einem Fichtenforst, NP Eifel, 13.5.2016.

Foto 4 - Fichtenpollen (Picea) unter einer Lupe mit 20facher Vergrößerung.

Foto 5 - Fichtenpollen (Picea) unter einem Mikroskop mit 400facher Vergrößerung, angefärbt mit Safranin.

Pollen der Nadelbäume trüben die Luft

Sicher haben es einige von Ihnen bereits bemerkt. Während der letzten Woche setzten sich zum Teil große Mengen gelben Staubes ab, z.B. auf Autos (Foto 1), auf Fensterbrettern, um Pfützen herum oder auf Kleidung, die im Freien trocknet.

Bei diesem gelben Staub handelt es sich um die Pollen bestimmter Nadelgehölze (Koniferen). Bisher waren es meist die Fichten (Picea) die regional im starken Umfang für den Anflug des gelben Staubs sorgten.  Mit dem nächsten Wärmeschub, folgen in den nächsten Tagen zusätzlich die Pollen der Kiefern (Pinus).

Sollten Sie bei sonnigem und windigem Wetter mal einen Spaziergang machen, so sehen Sie mit etwas Glück im Moment der Pollen-Freisetzung  gelbe Wolken über dem Wald (Foto 2 & Foto 3). Die Pollen von Kiefern (Pinus) und Fichten (Picea) sind sehr groß (60 – 120 µm) im Vergleich zu Pollen anderer windblütiger Pflanzenarten (20 – 50 µm), werden oft in kurzer Zeit in riesiger Zahl freigesetzt und dadurch auch in der Luft sichtbar. Sogar einzelne Pollenkörner sind ohne Hilfsmittel mit dem bloßen Auge erkennbar, noch besser natürlich mit einer Lupe (Foto 4 unter 20facher Vergrößerung). Um allerdings die entsprechenden Pollenarten sicher zu identifizieren ist auch hier ein Mikroskop unverzichtbar (Foto 5 unter 400facher Vergrößerung).

Die Pollen von Fichte (Picea) und Kiefer (Pinus) führen nur sehr selten zu allergischen Symptomen. Meist ist es die schiere Zahl und die Größe der Partikel, welche auf den Nasenschleimhäuten oder im Auge für mechanische Irritation sorgt.



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