Erste Pollen in der Luft!

Donnerstag, 05. Januar 2017

Haselnusskätzchen (Corylus) im geschlossenen Zustand

Allergiker sollten sich vorbereiten.

Die ersten luftgetragenen allergenen Vorboten der neuen Pollensaison wurden vereinzelt schon gesichtet, so z.B. in unseren Pollenfallen in Berlin und im Nordwesten Deutschlands. Erste Heuschnupfenpatienten in der Ambulanz des Allergie-Centrum-Charité in Berlin berichteten nun von typischen Symptomen einer allergischen Rhinitis bereits zwischen Weihnachten und Neujahr. Ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten dieser Symptome und den ersten von uns detektierten Pollen ist anzunehmen.

Nach dem recht kalten November war der Dezember deutschlandweit wärmer als im Mittel (+1,3 Grad) und hat für einen ersten Schub in der Entwicklung von Haselkätzchen und Co gesorgt. Schneefall und kalte Luft verhindern zwar aktuell weitere Entwicklungsschübe, dennoch muss bei einer erneuten Milderung wieder mit geringem Pollenflug gerechnet werden. ► Typische sehr zeitige Vertreter in der Luft sind die Pollen der Erle (Alnus), insbesondere der frühblühenden Purpurerle (Alnus × spaethii), die Pollen der heimischen Haselnusssträucher (Corylus avellana) und Pollen aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). ◄ Entsprechend klinisch Sensibilisierte können in räumlicher Nähe zu blühenden Sträuchern und Bäumen daher auch schon erste Symptome entwickeln ohne, dass es zu einer flächendeckenden Belastung der Luft mit Pollen kommen muss.

Zumindest vor den Sporen von Schimmelpilzen sind darauf sensibel reagierende Menschen aber noch für längere Zeit gefeit. Nennenswerte Konzentrationen treten, je nach Art, erst wieder spät im Frühjahr oder mit Beginn des Sommers auf.

► Praktische Tipps!            

► Gehen Sie schon vor dem tatsächlichen Beginn der kommenden Pollensaison zu Ihrem Allergologen. So haben Sie rechtzeitig Ihre entsprechenden Medikamente zur Hand, bevor die Saison beginnt. Zudem können mit dem Facharzt andere Behandlungsmethoden, z.B. eine Kurzzeit-Immuntherapie, besprochen werden.

► Wer jetzt stark an Allergiesymptomen leidet, könnte auch auf Haustaubmilben reagieren. Bei Verdacht auf eine Milbenallergie ist es hilfreich, seine Allergiebeschwerden in einem sogenannten Milbentagebuch zu protokollieren. Ein online verfügbares Milbentagebuch wurde von unserer Stiftung in Zusammenarbeit mit der Universität Wien entwickelt und ist undefinedhier zu finden. Die kostenfreie undefinedApp MilbenCheck versorgt Sie mit allen Informationen rund um die Hausstaubmilbenallergie. Auch das Milbentagebuch ist in die App integriert.

 

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